Von Maurern, Berg und Tal, Chaosfliesen oder Fliesenchaos und einer Woche Nachtschicht

Es ist schon Mitte Februar. Seit unserem letzten Blogeintrag sind fast volle 3 Wochen vergangen. Warum? Ist nichts passiert auf der Baustelle? Im Gegenteil … wir waren (und sind zugegebenermaßen noch immer) im Stress.

Woche 1 nach der Rohbaubegehung hatte EBH-Haus auf anderen Baustellen zu tun. Der Bauherr und ein unbezahlbarer Fachmann, Kollege und Freund (Frage: Wieviele Männer waren auf der Baustelle? 😉 ) nutzen die Gunst der Stunde. Unserem Schornsteinfeger zu Liebe bekommt unser schönes Holzhaus eine richtige Wand aus Stein – Kamin, Brandschutz – ein Ärgernis für die Bauherrin und ein Abenteuer für den Bauherren, darf er doch endlich die große Flex anwerfen.

Nach 10 Stunden harter körperlicher Arbeit, 2 zerfetzten Fasertrennscheiben und einem Garten, der dank des roten Staubes einer Marslandschaft gleicht, ist es vollbracht: Die Mauer steht, alle Finger sind noch dran und die Bauherrin atmet auf.

Brandschutz

Brandschutz

Was bleibt sind schlappe 0,5 cm Platz zum Verputzen. Geht das überhaupt? Wir sind gespannt …

Woche 2 gehörte den Bodenbauern. Wir haben uns gefreut ein bekanntes EBH-Gesicht wiederzusehen. Bodenplatte und deren Ausgleichsschicht kommen jetzt tatsächlich aus der selben Hand. 🙂 4 Tage lang wurde abgeschliffen und ausgeglichen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Der Boden sieht eben aus, ohne Löcher oder gar Krater.

Ausgleichsmasse: flüssig drauf, nach 2 Tagen begehbar, nach 1 Woche fest

Ausgleichsmasse: flüssig drauf, nach 2 Tagen begehbar, nach 1 Woche fest

Bei genauerem Hinschauen und Nachprüfen ist es aber leider offensichtlich. Was glatt aussieht, muss noch nicht eben sein. Wir haben ein kleines Tal und einen richtigen Berg. Da der Berg in der Diele liegt und hier großformatige Fliesen hinsollen, kann das nicht so bleiben. Mal schauen, wer da wann den Berg plattmachen kann.

Woche 3 hatte es in sich – zumindest für uns. EBH war nicht da, die Chance für uns (natürlich nach vorheriger Absprache) die Galerie zu streichen. Noch ist keine Treppe da, also kommt man dank eines extra hierfür bestellten Gerüsts prima an Decke und Wand. Gründliche Internet-Recherche und ein paar wohlgemeinte Tipps vom Bauleiter über die Tücken von Gipsfaserplatten machten aus dem einfachen Streichen eine Wissenschaft: Grundierung, trocknen, Kleister, nicht trocknen (!), Malervlies, trocknen, Farbe aufsprühen, überrollen, trocknen. Wären unsere Kinder nicht krank geworden und hätte die Bauherrin nicht eine 3 Tage dauernde Schulung genossen (die es natürlich nicht in Teilzeit gibt), wäre sicher für den Bauherren alles sehr viel entspannter gewesen. So wurde die Arbeit fast ausschließlich nachts erledigt. Zwischen 19 und 3 Uhr lernte der Bauherr die Feinheiten des Tapezierens, die Tücken des Farbsprühsystems in Abhängigkeit von der Konsistenz der zu verteilenden Inhalte und die Be- und Umgehung des Gerüsts im mehr oder weniger be- und verpackten Zustand (soll heißen: Bauherr klebt Malervlies geschickt am Gerüst vorbei, geschützt gegen den Sprühnebel mit Atemschutzmaske).

vor ...

vor …

während ...

während …

a_decke

und nach der Arbeit

und nach der Arbeit

Heute war die Familie auf der Baustelle um sich das Ergebnis dieser Strapazen anzusehen. Der Bauherr empfängt seine Lieben in etwas gedrückter Stimmung. Eine Bahn Malervlies ist wieder abgefallen, an der einen oder anderen Stelle ist es nicht ganz gelungen Stoß auf Stoß zu kleben und hier und da braucht es noch ein bisschen Zusatzkleister, damit das Vlies bleibt, wo es hingehört.

So ein Mist!

So ein Mist!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und dank der Dachschrägen und der nicht unerheblichen Höhe war es sicher das komplizierteste und langwierigste Stück Decke und Wand im Haus.

Frau und Kinder sind sich einig: Papa, das hast du prima gemacht!

Morgen wird das Gerüst abgebaut und dann ist EBH wieder dran. Fliesenleger, Elektriker und Tischler sollen kommen. Besonders auf den Erstgenannten sind wir gespannt, da er zum Stress der letzten Woche noch ein Fliesenchaos geschickt hat, welches die Bauherrin kurzfristig fast die Geduld verlieren lies. Aber der Reihe nach:

EBH hat uns nach der Rohbaubegehung den Zeitplan der nachfolgenden Arbeiten mitgeteilt und damit ganz schön geschockt, denn der ist extrem straff und es sieht so aus, als wären die noch im März mit allem fertig. Soll uns aber recht sein. Jetzt mussten wir nur noch die Fliesen ordern (was normalerweise kein Problem gewesen wäre, wenn nicht ausgerechnet die von uns gewünschten Stücke gerade bei allen Lieferanten vergriffen gewesen wären). Die Bauherrin sucht und findet dank der kompetenten Beratung im Fliesengeschäft Ersatz und die Bestellung geht raus. Am Dienstag ruft der Fliesenleger von EBH an um sich schonmal ein Bild machen zu können, was wir genau von ihm erwarten und wieviel Zeit und Material er einplanen muss. Die Fliesendaten sind schnell ermittelt, doch dann geht es los. Wie kann man die Fugenfarbe entscheiden, wenn man die Fliese nicht dazu vor Augen hat? Nach längerer Diskussion lässt sich die Bauherrin überzeugen, dass Silbergrau die richtige Farbe für den Boden und weiß für die Wände ist … die Zweifel haben schon zu amüsanten Alpträumen geführt. Der Kracher war dann aber die Frage, ob wir auch bedacht hätten, dass EBH auch Fliesen für unter und hinter der Badewanne braucht. Wie bitte??? Das hätte uns einer sagen müssen, auf so eine Idee kommt man als Bauherr doch nicht … oder doch? Die in Windeseile ans Handy geholte Fliesenverkäuferin bestätigt das Unfassbare: Fertighausfirmen verlegen gerne mal komplett bevor die Sanitätobjekte rein kommen, hmpf, gesagt hat aber auch sie uns das nicht. Der Fliesenleger kommt morgen nachmittag, die Fliesen gegen mittag und das Beste: komplett, da die Nachbestellung als Super-Notfall eingetütet und ausgeführt wurde. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Firma Schimmer in Buxheim!

Die kommende Woche wird aufregend. Fliesen, Treppe, Türen? Wir lassen uns überaschen uns berichten zeitnah weiter 🙂

Die Treppe ist schon da, die Tischler auch bald :)

Die Treppe ist schon da, die Tischler auch bald 🙂

Das Megawatt ist geknackt. Dieses Monster ist einer der Stromfresser, denen wir derzeit ein Zuhause geben.

Eine Megawattstunde ist voll. Dieses Monster ist einer der Stromfresser, denen wir derzeit ein Zuhause geben.

Bis bald, eure Schreiberlinge von blogdashaus.

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