Abschluss des Trockenbaus und Rohbaubegehung

Raumstationen faszinieren mich seit meiner Kindheit: Schläuche, Kabel, Computer. In der Prä-PC-Ära mündete diese Faszination im Sammeln von wichtigem Raumstationszubehör, wie eben die oben genannten Kabel und Schläuche. Da konnte auch schon mal ein Besteckkorb eines ausgedienten Geschirrspülers dabei sein, aber das ist eine andere Geschichte.

Schläuche

Konsequenterweise habe ich bei der Auswahl des Hauses Wert auf genügend blaue und weiße Schläuche gelegt. Diese sind übrigens nur außen stark geriffelt, innen sind sie mit Silikon ausgekleidet und daher im Zweifelsfall sogar zu reinigen. Den Einbau der Lüftungsschläuche in unsere Raumstation hätte ich nun fast verpasst. Beim Arbeits-/Gästezimmer konnte ich die Zuluft gerade noch erkennen, bevor sie hinter der Decke verschwinden konnte. Da jedes Zuluftventil mit drei (!!!) Schläuchen angefahren wird, kommt am Arbeitszimmer einiges auf dem Weg in den Technikraum vorbei.

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Während beim Aufstellen des Hauses und Schließen des Dachs alle fleißigen EBH Bauarbeiter zusammen gearbeitet haben, haben sich nun Teams gebildet. Daher wird nicht nur die Decke geschlossen, auch der Fußboden wird aufgebaut. Auf die Rohdecke kommt ein 25mm Trittschalldämmung und weitere 25mm Trockenestrick, aka Gipsfaserplatte. Selbige berührt die Wand nicht, um die Schallübertragung zu unterbinden – naja, sagen wir lieber „minimieren“. Hammer, Holz und Kleber dürfen natürlich nicht fehlen.

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Zur ordentlichen Arbeit gehört natürlich ein großes Set an Wasserwaagen verschiedener Länge, Dicke und Farbe. Ich hoffe, dass sie alle genau und auf gut abzulesen waren. Die ein oder andere Stelle, in der sich der Heimvorteil der Kinder beim Murmelspiel mit ihren Freunden ausnutzen ließe haben wir allerdings schon gefunden. Damit das Wasser in der Waage respektive bei uns in der Leitung bleibt wurden auch alle Leitungen mit Druckluft auf Dichtheit getestet. Mein Tschechich hat mir 8 bar verraten – sollte reichen.

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Fensterbänke werden im Lauf der nächsten Tage sowohl innen als auch außen montiert. Wenn Hr. Nobel von seiner Erfindung einen so bedeutenden Preis stiften konnte, wo ist der Preis des Erfinders des PU-Schaums???

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Zum Abschluss des Trockenbaus sind 520 kWh elektrische Energie verbraucht, ein 7 m³ Container für Baumischabfall voll und der Grundstock für romantische Kaminabende ist gelegt. Übrigens hatte ich auf Anraten von EBH eigentlich einen 10m³ Container bestellt – als Laie musste ich erst den Aufkleber auf dem Container studieren, um zu erkennen, dass der Container tatsächlich kleiner ausgefallen ist.

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Zur Rohbaubegehung reist unser Bauleiter Hr. H. wieder an. Wir inspizieren fast 2,5h unsere Raumstation und werden freundlicherweise auf einige Punkte hingewiesen, die wir als Laie nicht entdeckt hätten. Sie werden von den folgenden Bautrupps erledigt – einmal mehr ein gutes Gefühl, mit einer Firma zu bauen, bei der alle Gewerke im und am Haus aus einer Hand kommen. Spannend wird die Lösung eines bisher außen noch nicht erkennbaren Lampenauslasses sowie der fehlenden Steckdose auf der Terrasse. Unser Bauleiter hingegen ist gespannt darauf, wie wir die geplante Markise befestigen wollen, die sollte dahin, wo jetzt das graue Styropor hängt. Strom zum Ein- und Ausfahren hätte sie schonmal. Wir haben übrigens auch ein paar Sachen zuviel: Ein Kabel hängt in der Küche aus der Decke – doch nicht etwa der eigentlich außen geplante Lichtauslass? Das schwarze etwas ist wahrscheinlich das Leerrohr zum Anschluss der Photovoltaik-Anlage. Was wäre eine Raumstation ohne sie? Für eine Radionuklidbatterie ist im Technikraum nämlich kein Platz mehr…

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Nach Abnahme und Austausch eines gebrochenen Ziegels entlässt Hr. H. die EBH Bauarbeiter ins Wochenende. Vorher haben diese noch gründlich aufgeräumt. Ihren nachfolgenden Kollegen hinterlassen sie allerdings noch etwas Baumaterial, darunter auch unsere Treppe!

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Was sie dem ambitionierten Bauherren nicht hinterlassen, ist eine Leiter. Unsere ist offenbar ungeeignet: „Wir werden eine größere Leiter brauchen!“ Und ein Gerüst zum Streichen der Galerie, möchte ich hinzufügen.

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Im abendlichen Schlaglicht tritt auch die Mondoberfläche unserer Bodenplatte deutlich in Erscheinung: Sanfte Wellen von der Küche ins Gäste-Bad, tiefere Einschlagskrater im Wohnzimmer. Da werden die Herren noch was zu Schleifen haben…

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Wir haben mit dem zunehmenden Mond unser Haus aufgebaut – zum Vollmond Ende Januar ist zwar noch eine Menge zu tun – aber auch bereits eine Menge geschafft!

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